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Gute GesprÀche im digitalen Raum

Wie man in digitalen Meetings, Workshops und Tagungen alle am GesprÀch beteiligen kann

 

    Eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen in digitalen Konferenzen, Workshops und Meetings ist es, lebendigen Dialog zu ermöglichen in den Alle eingebunden sind - ob in kleinen oder auch grĂ¶ĂŸeren Gruppenkonstellationen.

    Die Möglichkeiten einander wahrzunehmen sind eingeschrĂ€nkt. In PrĂ€senztreffen lassen sich auch kleinste Reaktionen, Gesten und die Mimik anderer wahrnehmen. Ich spĂŒre, ob jemand sprechen möchte, kann mich dieser Person zuwenden und Aufmerksamkeit signalisieren. Im digitalen Raum ist es viel schwieriger, sich aufeinander zu beziehen und einzustimmen und den richtigen Moment zum Sprechen zu finden.

    Fließende und bedeutsame GesprĂ€che sind selten, vieles bleibt ungesagt. Die meisten Beteiligten befinden sich eher in einer passiven Zuhörerrolle, manche klinken sich innerlich komplett aus. Andere wiederum, die gewohnt sind sich Raum zu verschaffen, dominieren ĂŒberbordend das GesprĂ€ch.

    Dialogstrukturen schaffen einen sicheren Rahmen

    Was also tun, um diese online-technische HĂŒrden zu ĂŒberwinden und fĂŒr die Beteiligung aller zu sorgen? Wichtigstes Mittel dafĂŒr sind klare Strukturen und Regeln fĂŒr das GesprĂ€ch. Sie schaffen einen fĂŒr alle verbindlichen und sicheren Rahmen und legen genau fest, wie der Austausch ablĂ€uft und welche Rollen es dabei gibt. Sie stellen sicher, dass alle gleichermaßen beteiligt sind, alle persönlich Bedeutsames beitragen können und alle gehört werden.

    Schon in PrĂ€senz macht es einen riesigen Unterschied, ob ein GesprĂ€ch einfach sich selbst ĂŒberlassen bleibt oder gut eingefĂŒhrten GesprĂ€chsstrukturen folgt. Nancy Kline bringt es mit dem Titel ihres neuen Buches „The promise that changes everything: I won’t interupt you“ auf den Punkt.

    Der Lauschende Kreis

    Die fĂŒr uns wichtigste Struktur ist der so genannte „Lauschende Kreis“. Wir verwenden ihn, wenn alle Stimmen Gehör finden sollen und es fĂŒr die Gruppe wichtig ist, wirklich zu verstehen wie alle auf ein Thema blicken. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn vor einer Lösungsfindung zunĂ€chst einmal die Sicht aller auf die Situation geteilt werden muss, wenn ein Konzept beraten und entschieden werden soll oder wenn ein Vortrag reflektiert wird, um daraus SchlĂŒsse fĂŒr das gemeinsame Handeln zu ziehen.

    Beim lauschenden Kreis sitzt die Gruppe im Stuhlkreis. Es wird ein Sprechobjekt verwendet: wer es in der Hand hĂ€lt, hat das Recht zu sprechen, wĂ€hrend alle Anderen die Pflicht haben zu schweigen. Wichtig fĂŒr das Gelingen ist dabei die innere Haltung, in die der Facilitator einlĂ€dt. Die Zuhörenden werden eingeladen, ihre ganze Aufmerksamkeit zur VerfĂŒgung zu stellen und neugierig zuzuhören, um wirklich zu verstehen. Wir nennen das „Deep Listening“. Es ist ein Zuhören, das nicht gedanklich reagiert, innerlich Gegenargumente formuliert und nur darauf wartet mit Widerrede oder Argumentieren zu antworten. Es ist ein entspanntes und wohlwollendes Zuhören in dem Wissen, spĂ€ter mit der eigenen Sicht ebenso gehört zu werden.

    Die Sprechenden sind gleichzeitig dazu aufgefordert, Mitverantwortung fĂŒr das Gelingen des lauschenden Kreises zu ĂŒbernehmen. Das Recht zu sprechen, ausgedrĂŒckt durch das Halten des Sprechobjektes, beinhaltet auch die Verantwortung, das Sprechen irgendwann zu beenden, so dass in der zur VerfĂŒgung stehenden Zeit alle Gehör finden können.

    Die BefĂŒrchtung, Vielredner wĂŒrden mit Einsatz eines Sprechobjektes vielleicht noch mehr sprechen, hat sich nicht bewahrheitet – im Gegenteil: ĂŒberraschend kurz sind manchmal die RedebeitrĂ€ge von Personen, die sonst zu ausgedehnten Monologen neigen. Liegt es an der uneingeschrĂ€nkten Aufmerksamkeit, die Ihnen zuteil wird, wĂ€hrend sie sprechen?

    Stuhlkreis digital

    Optisch lĂ€sst sich ein solcher Stuhlkreis in den meisten Meeting-Plattformen nicht simulieren. Die Videos sind in kleinen Kacheln angeordnet, bei jedem in anderer Reihenfolge. Wir behelfen und deshalb in kleinen GrĂŒppchen mit einem einfachen Trick. Alle Teilnehmer einer GesprĂ€chsrunde zeichnen ein Zifferblatt auf ein Blatt  Papier und jeder legt fest, bei welcher Uhrzeit er oder sie sitzt. Das notieren sich alle und der virtuelle Kreis ist perfekt. Die Reihenfolge fĂŒr das Sprechen ist festgelegt.

 

 

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